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Der Blick in das Fahrzeuginnere anderer Verkehrsteilnehmer offenbart uns oftmals Unterhaltsames aber auch Schauriges zugleich. Viele vermuten den Fahrgastraum als uneinsehbaren und geschützten Raum ihrer Intimsphäre und fühlen sich bei ihren teils bizarren Tätigkeiten in Sicherheit gewogen…

Versuche dem Bartwuchs Herr zu werden, dem täglichen Make Up den letzten Feinschliff zu verleihen, gehetzt mit einem Imbiss in der Hand und dem heißen Kaffee auf der Schoß das Frühstück zu sich zu nehmen. Der Nikotinsucht nachzukommen oder sich mit dem Smartphone telefonisch oder per Social-media App auf den neuesten Stand zu bringen, sind nur einige Risikofaktoren im Straßenverkehr. Der Skurrilität der Tätigkeiten der Fahrzeuglenker sind keine Grenzen gesetzt. Selbst das für viele selbstverständliche Bedienen des Navigationssystems während der Fahrt stellt ein großes Ablenkungspotenzial dar.

Der menschliche Geist ist schlecht dafür geeignet, zwei vollkommen unterschiedliche Tätigkeiten gleichzeitig auszuführen. Die Folgen der Ablenkung sind die Verzögerung der Wahrnehmung und daraus resultierend eine eingeschränkte Reaktionsfähigkeit.

Untersuchungen des Kuratorium für Verkehrssicherheit* haben ergeben, dass das Telefonieren mit gehaltenen Mobiltelefon von Lenkern selbst als gleich gefährlich eingestuft wird wie der Umgang mit Navigationssystemen, das Lesen einer Straßenkarte oder das Bedienen aktueller Multimediafunktionsanwendungen am Autoradio. Dennoch ist es für einen Großteil der Verkehrsteilnehmer noch immer gängige Praxis ohne Freisprecheinrichtung zu telefonieren. Weiters konnte beobachtet werden, dass Fahrer mit Handy am Ohr beim Abbiegen häufiger in den Gegenverkehr oder über die Mittellinie ausscheren. Selbst beim Blinken verhalten sich nur 25 % der telefonierenden Fahrer richtig.

Jedoch darf nicht außer Acht gelassen werden, dass schon allein die geistige Ablenkung während des Telefonats einen Großteil des Risikos birgt. Aktuelle Studien haben ergeben, dass beim Telefonieren über eine Freisprecheinrichtung bzw. ein Headset sich die Reaktion des Fahrers um ca. 25 % verlangsamt.

Selbst nach Beenden des Telefonats sind Autofahrer noch abgelenkt: In den ersten 15 Minuten nach dem Auflegen ist aufgrund der geistigen Ablenkung das Unfallrisiko immer noch 4 mal höher.

Untersuchungen bezüglich der Blickführung des Fahrers hinsichtlich der Nutzung einer Smartphone-Anwendung während Autobahnfahrten zeigten, dass der Blick der Autofahrer innerhalb von 48 Sekunden 25 mal zwischen dem Display des Telefons und dem Fahrweg hin und her gingen. Bei einer Geschwindigkeit von 130 km/h bedeutet das eine Blindfahrt von ca. 900 Meter.

Auch wenn Multitasking in der heutigen Zeit ein wesentlicher Bestandteil der Erledigung unserer Aufgaben darstellt, die Ablenkung noch so verlockend und prickelnd erscheint, sollte der Fokus am Straßenverkehr liegen – für Ihre eigene Sicherheit und der aller Verkehrsteilnehmer!

Wir hoffen mit diesen Zeilen Sie für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren und würden uns freuen, einen kleinen Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr beigetragen zu haben.

Freundliche Grüße,
Ihr Team von Dr. Hartl Autoverleih

* Quelle: www.kfv.at